Entspannung

Entspannungsverfahren sind ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Psychotherapien, Stressmanagementtrainings und in der Prävention. Körperliche und geistige Anspannung oder Erregung wird verringert. Unsere Wahrnehmung, unsere Aufmerksamkeit und Konzentration werden gestärkt. Das Erleben des „Jetzt und Hier“  sowie das Fokussieren unserer Aufmerksamkeit werden geschult. Die  körperliche und geistige Entspannung und das Erleben von Gelassenheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden sind eng miteinander verbunden.

 


Die Progressive Muskelentspannung (PME) ist ein anerkanntes und leicht zu erlernendes Entspannungsverfahren.

Sie wird in der Prävention und begleitend in der Therapie, bei körperlichen sowie psychischen Erkrankungen angewendet.

Über das willentliche Anspannen und Loslassen bestimmter Muskeln reguliert sich DEINE Muskelspannung. Deine Aufmerksamkeit und Konzentration werden gefördert. DEINE  Körperwahrnehmung und DEIN Körpergefühl verbessern und DU erreichst deinen Entspannungszustand leichter bzw. schneller.

Mit der PME aktivieren wir den Parasympathikus den sogenannten Ruhe-/Erholungsnerv des vegetativen Nervensystems, was einen positiven Effekt auf den ganzen Körper (Muskulatur, Herz-Kreislauf-System…) sowie auf unsere Psyche ( Gefühlsregulation, Stressbewältigung…) hat. 

Der Gegenspieler des Parasympathikus ist der Sympathikus dieser wird bei Belastungen, Stress, Krisen aktiviert, er bringt uns in Kampf / Fluchtmodus und verursacht bei ständiger Aktivierung vielerlei körperliche und/oder psychische Symptome/ Beschwerden bis hin zur Krankheit.

 

Anwendungsbereiche außerhalb der Prävention sind zum Beispiel:

Bluthochdruck, Schlafstörung, Unruhe, Erschöpfung, Kopf/Rückenschmerzen, Verspannungen, Stressabbau, Ängste und vieles, vieles mehr…..


Achtsamkeit:

Achtsamkeit ist die bewusste Wahrnehmung und das Erleben des aktuellen Momentes.

Gedanken, Gefühle, Sinneseindrücke, körperliche Vorgänge, alles, was in und um DICH herum geschieht .

Zu den Übungen der Achtsamkeit gehören z.Bsp. die Atembeobachtung, der Bodyscan sowie das arbeiten mit Charakteranteilen. Ziel neben der Entspannung ist es deine Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu stärken,  bewertungsfrei im "Jetzt und Hier" zu sein. DU lernst Dich zurückzunehmen, aus dem Hamsterrad auszusteigen, um als Beobachter zu entscheiden was tatsächlich in diesem Moment hilfreich für DICH ist.


Warum ist die Atmung so wichtig:

Eine leichte, tiefe Atmung versorgt uns mit ausreichend Sauerstoff, der 

lebensnotwendig ist für uns und gemeinsam mit unserer Nahrung unsere Vitalität und Energiepotenzial beeinflussen.

Wenn wir unseren Atem beobachten, lernen wir unseren Körper achtsam zu erspüren. Wir können die Verspannungen und Blockaden aufspüren die eine leichte und tiefe Atmung behindern und sie  dann mit Hilfe der bioenergetischen Übungen lösen. Unsere Atmung wird durch Stress und Belastungen, durch Bedürfnisse und Gefühle die nicht ausgedrückt werden eingeschränkt. Schon bei Säuglingen hat man festgestellt, das ihnen der Atem stockt wenn sie in Angst geraten...so ist es kein Wunder das viele Erwachsene nur noch flach atmen.

In der körperorientierten Psychotherapie nutze ich  Atemübungen zur Beruhigung, Stabilisierung und Entspannung und darüberhinaus um verdrängte Gefühle, Konflikte, Belastungen zu mobilisieren um sie im therapeutischen Gespräch zu verarbeiten.